Unsere Arbeit

Das Cognitive Liberty Institute arbeitet durch drei spezialisierte Abteilungen und vier Kerninitiativen, die jeweils eine eigenständige Dimension kognitiver Autonomie adressieren. Gemeinsam umfassen sie Grundlagenforschung, rechtliche und politische Interessenvertretung sowie öffentliche Bildung — sie koordinieren disziplinübergreifend, um die intellektuelle Infrastruktur aufzubauen, die zum Schutz der mentalen Selbstbestimmung in einer Zeit zunehmend leistungsfähiger kognitiver Technologien erforderlich ist.

Unsere Abteilungen

Abteilung für technische Bewertung

Unsere Abteilung für technische Bewertung führt rigorose Analysen digitaler Plattformen, KI-Systeme und aufkommender Neurotechnologien durch. Wir untersuchen, wie algorithmische Systeme Aufmerksamkeit, Überzeugungsbildung und Entscheidungsfindung beeinflussen — und erstellen detaillierte technische Berichte, die kognitive Risiken aufdecken und die Beweisgrundlage für politische Reformen liefern. Die Abteilung bringt Softwareingenieure, Kognitionswissenschaftler und Datenanalysten zusammen, um Produkte auf Code-Ebene und in großem Maßstab zu bewerten, und bietet unabhängige Bewertungen, die die Industrie nicht für sich selbst erbringen kann.

Abteilung für politisches Engagement

Unsere Abteilung für politisches Engagement übersetzt die Grundsätze der kognitiven Freiheit in handlungsfähige Gesetze und Vorschriften. Wir arbeiten mit Gesetzgebern, Regulatoren und internationalen Gremien zusammen, um Rahmenbedingungen zu entwickeln, die kognitive Autonomie schützen, ohne legitime Innovation zu behindern. Die Abteilung erstellt Mustergesetze, regulatorische Leitlinien und detaillierte Politikbriefings. Wir nehmen an öffentlichen Konsultationen teil, beraten parlamentarische Ausschüsse und engagieren uns bei multilateralen Institutionen, um kognitive Freiheit als anerkannten Standard in der digitalen Governance zu etablieren.

Abteilung für öffentliche Bildung

Unsere Abteilung für öffentliche Bildung befähigt Einzelpersonen, Gemeinschaften und die Zivilgesellschaft, ihre kognitiven Rechte zu verstehen und zu verteidigen. Wir erstellen zugängliche Bildungsmaterialien, leiten Workshops und Seminare und entwickeln Ressourcen zur digitalen Kompetenz, die erklären, wie algorithmische Systeme Denken und Entscheidungen formen. Die Abteilung arbeitet mit Schulen, Universitäten, Bibliotheken und Gemeinschaftsorganisationen zusammen, um ein breites öffentliches Bewusstsein für kognitive Souveränität aufzubauen — denn kein institutioneller Rahmen kann ohne eine informierte und engagierte Bürgerschaft erfolgreich sein.


Unsere Kerninitiativen

  1. Internationales Abkommen über kognitive Souveränität

    Unsere Leitinitiative: ein vorgeschlagener globaler Vertrag, der kognitive Freiheit als grundlegendes Menschenrecht etabliert und verbindliche Standards für Regierungen und Technologieunternehmen festlegt. Das Abkommen definiert grundlegende Prinzipien, Transparenzpflichten, Designanforderungen, Governance neuraler Schnittstellen und Durchsetzungsmechanismen. Wir arbeiten daran, die internationale Koalition aufzubauen, die benötigt wird, um das Abkommen von der Vorschlagsphase zur Ratifizierung zu bringen.

  2. Standards für algorithmischen Einfluss

    Wir entwickeln ein umfassendes technisches und ethisches Standardrahmenwerk für Empfehlungssysteme, Personalisierungsalgorithmen und Engagement-Optimierungstools. Die Standards für algorithmischen Einfluss definieren, was zulässigen und unzulässigen kognitiven Einfluss ausmacht, legen Transparenzanforderungen für algorithmische Kuratierung fest und bieten Compliance-Leitlinien für Technologieunternehmen. Diese Standards sind so konzipiert, dass sie von der Industrie angenommen, von Regulatoren durchgesetzt und von unabhängigen Prüfern überprüft werden können.

  3. Ethikrahmen für neurale Schnittstellen

    Da Verbraucherneurotechnologie aus Forschungslaboren auf den Markt übergeht, bauen wir die ethischen und regulatorischen Grundlagen auf, um sicherzustellen, dass Gehirn-Computer-Schnittstellentechnologien kognitive Souveränität respektieren. Unser Ethikrahmen für neurale Schnittstellen befasst sich mit Daten-Governance, informierter Einwilligung, kommerziellen Beschränkungen und den besonderen Schutzmaßnahmen, die für Technologien erforderlich sind, die an der Grenze zwischen Geist und Maschine operieren. Wir beziehen Neurowissenschaftler, Ethiker, Rechtswissenschaftler und Vertreter der Rechte von Menschen mit Behinderungen ein, um sicherzustellen, dass der Rahmen technisch fundiert und menschenzentriert ist.

  4. Digitales Toolkit für kognitive Rechte

    Das Digitale Toolkit für kognitive Rechte ist eine praktische Ressource für Einzelpersonen, Pädagogen und zivilgesellschaftliche Organisationen, die ihre kognitiven Rechte in digitalen Umgebungen verstehen und ausüben möchten. Das Toolkit umfasst Erklärungen in verständlicher Sprache zur Funktionsweise algorithmischer Systeme, praktische Leitfäden zur Anpassung von Datenschutz- und Algorithmuseinstellungen, Bildungsmodule für den Unterrichts- und Workshop-Einsatz sowie eine wachsende Bibliothek von Fallstudien, die Verletzungen der kognitiven Freiheit und Erfolge im Aktivismus dokumentieren.